Fassade mit Banner des Robert Musil Literaturmuseum in Klagenfurt
{root} - News

NEWS AUS DEM MUSIL MUSEUM

>>> Zum Weiterlesen und Mehrlesen:

http://minthouse.myblog.de/

 

 

LIEBE LESER/INNEN!

Die News aus dem Musil Museum haben folgende Struktur:

An erster Stelle stehen die NEWS AUS DEM MUSIL MUSEUM.

Dann folgt ein Link zum Server des KULTURRAUMS KLAGENFURT mit Informationen über aktuelle Veranstaltungen sowie weitere Links zu Partnern des Musil Museums.

Wie gewohnt informieren wir Sie auch in Zukunft über die VERANSTALTUNGEN DES MUSIL-INSTITUTS sowie über weitere Ereignisse AUS DER WELT DER LITERATUR UND DER KÜNSTE.

Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Die Seite wird übersichtlicher und das erleichtert Ihnen das "Browsen".



 

21. KLAGENFURTER LITERATURKURS (2. - 5. Juli 2017)

Vom 2. bis 5. Juli 2017 veranstalten die Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt und das ORF Landesstudio Kärnten den 21. Klagenfurter Literaturkurs, zu dem neun Autorinnen und Autoren eingeladen wurden.

Der Klagenfurter Literaturkurs gilt als Karriere-Sprungbrett für junge, talentierte Autoren. Fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Deutschland, sowie vier Österreicherinnen werden ihre Texte vorlesen.

Annette Hug, Julia Schoch und Ludwig Laher, die Tutoren und Tutorinnen des Literaturkurses, haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt.

STIPENDIATINNEN UND STIPENDIATEN 2017:

David Blum, Leipzig; Cornelia Hülmbauer, Wien; Angela Lehner, Berlin; Jessica Lind,
Wien; Deniz Ohde, Leipzig; Franziska Schurr, Berlin; Fiona Sironic, Wien; Theresia Töglhofer,
Graz; Olivia Wenzel, Berlin.

Mehr: http://bachmannpreis.orf.at/

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Programm:

Sonntag, 2. Juli, 20.15 Uhr
Eröffnung des 21. Klagenfurter Literaturkurses

Moderation: Elisabeth Heydeck (ZDF/3sat)
Musik: DJ Sunky

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Dienstag, 4. Juli, ab 20.00 Uhr

Lesung: Luise Maier: Dass wir uns haben. Wallstein, 2017.
www.wallstein-Verlag.de

Das Debüt dieser jungen Autorin ist von enormer Intensität. Sie erzählt ohne Kommentar und Wertung, als wäre der Ablauf des Geschehens fast naturnotwendig. Eine Familiengeschichte mit Tiefgang. Dieser Roman ist ein Kammerspiel mit vier Beteiligten. Eine Familie: Mutter, Vater, der Bruder, die kleine Schwester. In kurzen Sequenzen erinnert sich die Schwester an das Familienleben, so alltäglich wie existentiell. Von eindringlichster Nähe ist die Rede und von sprachloser Distanz. Dass es unter der Oberfläche brodelt, lässt sich schnell erahnen. Ein Aufeinanderbezogensein und ein Sich-Verlieren der Familienmitglieder werden diskret sichtbar gemacht, die Sehnsucht nach Zärtlichkeit ebenso wie die Erfahrung von Gewalt. Und als die Familie schließlich zerbricht, zeigt sich, dass trotz aller äußerlichen Veränderungen niemand leicht aus seiner Rolle kommt. Was das Mädchen erlebt, liegt oft außerhalb seines Fassungsvermögens, die kunstvolle Schmucklosigkeit, mit der die Autorin erzählt, gibt der Geschichte ihre ungeheure Kraft.

Luise Maier
geb. 1991 in Schardenberg (Österreich), wuchs in Vilshofen auf und lebt heute in Biel. Sie hat am Schweizerischen Literaturinstitut Biel/Bienne studiert und war Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2015. »Dass wir uns haben« ist ihr Debüt.

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Mittwoch, 5. Juli ab Ab 14.00 Uhr - Musil-Museum

LESUNGEN DER STIPENDIATINNEN

Moderation: Heimo Strempfl



27.06.: Buchpräsentation: Wilhelm Kuehs: Dianas Liste (Musil Haus)

Wilhelm Kuehs: Dianas Liste. Ein biografischer Roman (Tyrolia, 2017)

Dienstag, 27. Juni 2017, 19.30 Uhr
Klagenfurt, Musilhaus, Bahnhofstraße 50

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau Sie rettete tausende Kinder aus den Konzentrationslagern der kroatischen Ustasa. Doch Diana Budisavljevic ist heute fast vergessen. Als Diana Obexer in Innsbruck geboren, ging sie die der Liebe wegen nach Kroatien. Dort fand sie mitten im Grauen des Zweiten Weltkrieges ihre Bestimmung. Mit Mut, Beharrlichkeit und oft unter Lebensgefahr bewahrten Diana und ihre Helfer die Kinder vor dem sicheren Tod in den Lagern.

WILHELM KUEHS, geb. 1972, ist Schriftsteller und Kulturwissenschaftler. Er wohnt in Völkermarkt. Eintritt frei.

http://www.tyroliaverlag.at/list/978-3-7022-3597-0



Im Rausch des Schreibens. Von Musil bis Bachmann. Zsolnay, 2017.

19.06.: Buchpräsentation: "Im Rausch des Schreibens. Von Musil bis Bachmann". Katharina Manojlovic, Kerstin Putz (Hrsg.), Zsolnay, 2017.
Robert-Musil-Literatur-Museum, Klagenfurt,
Beginn: 18:00 Uhr

„..die Wirklichkeit schert sich keinen Deut um die Zerstörung, die ihr in der Kunst zugefügt wird, die Wirklichkeit ist schamlos, schamlos und unverbesserlich…“, notierte der Schriftsteller Werner Kofler, dessen Geburtstag sich am 23. Juli 2017 zum 70. Mal jährt, 1988 in seinem Buch „Am Schreibtisch“. Schon seit den frühen sechziger Jahren suchten Kofler und sein Freund und künstlerischer Weggefährte Gert Jonke den Kontakt zur literarischen Avantgarde des Landes. Für beide war sehr früh klar, dass das Schreiben ihr Leben bestimmen würde. „Mein Reich ist in der Luft“, diesen Satz schrieb Jonke dem Komponisten Ludwig van Beethoven zu, „und irgendwie hat dieser Satz auch auf Jonke selbst zugetroffen“ (Martin Polasek).

"Im Rausch des Schreibens. Von Musil bis Bachmann“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung des Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Aber es sind nicht nur Ingeborg Bachmann und Robert Musil, sondern mit Werner Kofler, Gert Jonke, Peter Handke und Josef Winkler weitere, aus Kärnten stammende AutorInnen, mit Exponaten in der Ausstellung vertreten. Die beiden Herausgeberinnen des Katalogbuchs zur Ausstellung, Katharina Manojlovic und Kerstin Putz, sowie der Autor und Regisseur Martin Polasek nutzen diese Tatsache, um im Robert-Musil-Literatur-Museum am Montag, dem 19. Juni 2017, mit Beginn um 18:00 Uhr die Ausstellung und das im Zsolnay Verlag erschiene Buch näher vorzustellen. Die von Ingrid Ahrer für die Gert-Jonke-Gesellschaft konzipierte Ausstellung „Cholorphyllklangpulverstaub“ im Musil Museum bietet für diese „Parallelaktion“ den idealen Rahmen.

Mehr: https://www.onb.ac.at/museen/literaturmuseum/sonderausstellungen/im-rausch-des-schreibens-von-musil-bis-bachmann/

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Radio Bremen Im Rausch des Schreibens - Gespräch mit Katharina Manojlovic

Christine Gorny im Gespräch mit Katharina Manojlovic über das Begleitbuch zur Ausstellung "Im Rausch des Schreibens – Von Musil bis Bachmann" in Wien. Sendereihe:Buchpiloten | Nordwestradio

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/buchpiloten/audio178410-popup.html

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Im Anschluss an die Präsentation des Katalogs las die Schriftstellerin Cvetka Lipuš im Musil Institut aus ihrem neuen Gedichtband „Was wir sind, wenn wir sind“. Aus dem Slowenischen übersetzt von Klaus Detlef Olof. DRAVA, 2017.



Bis Ende Juli: Ausstellung "Chlorophyllklangpulverstaub". Gert Jonkes „Pflanzenkosmos“ @Musil Museum

CHLOROPHYLLKLANGPULVERSTAUB
oder Die Erforschung des botanischen Tongewebes

Im Auftrag der Gert-Jonke-Gesellschaft.

Eine Ausstellung im Musil Museum Klagenfurt. Verlängert bis Ende Juli 2017.
Anläßlich der Verleihung des 4.Gert-Jonke-Preises am 19. März 2017.

Künstlerische Leitung: Ingrid Ahrer

Ingrid Ahrer ist Vorsitzende der Gert-Jonke-Gesellschaft: http://www.gert-jonke-gesellschaft.at

Künstler begeben sich auf die wundersame Reise in Gert Jonkes surealen Pflanzenkosmos. Eine Sprach-Klang-Musik-Installation der Komponistin und Vokalistin Susanna Ridler: „Chlorophyllklangpulverstaub: Oder die Erforschung des botanischen Tongewebes 2“.

Die Bildhauerin Siliva Bischof schafft mit ihren Objekten und Materialkombinationen den Raum für weiter Künstlerinnen und Künstler, die sich mit ihren Arbeiten auf das Werk von Gert Jonke beziehen:

Franz Moro, Ewald Kolland, Gerd Wucherer, Katharina Manojlovic, Martin Polasek, Peter Pongratz und Nurith Wagner-Strauss.

Der Pflanzentisch wurde realisiert von der Abteilung Stadtgarten der Landeshauptstadt Klagenfurt unter der Leitung von Dipl. Ing. Heinz Blechl.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10:00 bis 17:00 Uhr. Samstag, Sonn- und feiertags geschlossen.

Robert-Musil-Literatur-Museum, Bahnhofstr. 50, 9020 Klagenfurt.

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Theodor Körner Förderpreis für Anna Baar

Die in Klagenfurt lebende Schriftstellerin Anna Baar darf sich über den Theodor Körner Förderpreis freuen:

Arbeiterkammer Wien, 14.6.2017 Nachwuchs in Wissenschaft und Kunst mit Theodor Körner Förderpreis ausgezeichnet

19 junge WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen wurden mit dem Theodor Körner Förderpreis ausgezeichnet.

"Im Bereich der „Literatur“ beschreibt der Roman "Als ob sie träumend gingen" ein Menschenschicksal und zugleich ein Jahrhundert in seinen Wirrungen, Irrtümern und großen Sehnsüchten. In eindringlichen, eigenwilligen Bildern erzählt Dr.in Anna Baar vom Irren zwischen der Sorge um sich selbst und der Rücksicht auf andere."

https://wien.arbeiterkammer.at/service/presse/Theodor_Koerner_Preise_2017.html



Marie Gamillscheg schreibt einen Blog für das Festival Steirischer Herbst

Die Schriftstellerin Marie Gamillscheg schreibt 2017 „Randnotizen“ für das Festival Steirischer Herbst - gemeinsam mit der schwedischen Theatermacherin Gunilla Heilborn, dem Künstler, Autor und Ampelperformer Matthias Schamp aus Bochum sowie mit Herbst-Intendantin Veronica Kaup-Hasler: http://rand-notizen.steirischerherbst.at/marie-gamillscheg/

Marie Gamillscheg

wurde 1992 in Graz geboren und lebt und arbeitet als freie Autorin und Journalistin in Berlin. Sie veröffentlichte in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften und erreichte das Finale des Open Mike 2014. 2015 wurde sie mit dem Literaturförderungspreis der Stadt Graz, 2016 mit dem New German Fiction Preis ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 nahm sie am 20. Klagenfurter Literaturkurs teil und erhielt das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. Ihr Debütroman erscheint im Frühjahr 2018.



41. Bachmann-Preis // 21. Klagenfurter Literaturkurs

41. Tage der deutschsprachigen Literatur - Verleihung des Ingeborg-Bachmann-Preises

P R O G R A M M

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21. KLAGENFURTER LITERATURKURS (2. - 5. Juli 2017)

Vom 2. bis 5. Juli 2017 veranstalten die Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt und das ORF Landesstudio Kärnten den 21. Klagenfurter Literaturkurs, zu dem neun Autorinnen und Autoren eingeladen wurden. Der Klagenfurter Literaturkurs gilt als Karriere-Sprungbrett für junge, talentierte Autoren. Neun Stipendiaten aus Deutschland, der Schweiz sowie eine in der Schweiz lebende Österreicherin werden ihre Texte vorlesen.


Annette Hug, Julia Schoch und Ludwig Laher, die Tutoren und Tutorinnen des Literaturkurses, haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt.


STIPENDIATINNEN UND STIPENDIATEN 2017:

David Blum
Leipzig

Cornelia Hülmbauer
Wien

Angela Lehner
Berlin

Jessica Lind
Wien

Deniz Ohde
Leipzig

Franziska Schurr
Berlin

Fiona Sironic
Wien

Theresia Töglhofer
Graz

Olivia Wenzel
Berlin

Mehr: http://bachmannpreis.orf.at/

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Programm:

Sonntag, 2. Juli, 20.15 Uhr
Eröffnung des 21. Klagenfurter Literaturkurses
Moderation: Elisabeth Heydeck (ZDF/3sat)
Musik: DJ Sunky

Montag, 3. Juli, ab 9.30 Uhr
Musil-Haus. Tutorien (nicht öffentlich zugänglich)

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Dienstag, 4. Juli, ab 09.30 Uhr
Musil-Haus. Tutorien (nicht öffentlich zugänglich

ab 20.00 Uhr Lesung:
Luise Maier: Dass wir uns haben. Wallstein, 2017.
www.wallstein-Verlag.de

Das Debüt dieser jungen Autorin ist von enormer Intensität. Sie erzählt ohne Kommentar und Wertung, als wäre der Ablauf des Geschehens fast naturnotwendig. Eine Familiengeschichte mit Tiefgang. Dieser Roman ist ein Kammerspiel mit vier Beteiligten. Eine Familie: Mutter, Vater, der Bruder, die kleine Schwester. In kurzen Sequenzen erinnert sich die Schwester an das Familienleben, so alltäglich wie existentiell. Von eindringlichster Nähe ist die Rede und von sprachloser Distanz. Dass es unter der Oberfläche brodelt, lässt sich schnell erahnen. Ein Aufeinanderbezogensein und ein Sich-Verlieren der Familienmitglieder werden diskret sichtbar gemacht, die Sehnsucht nach Zärtlichkeit ebenso wie die Erfahrung von Gewalt. Und als die Familie schließlich zerbricht, zeigt sich, dass trotz aller äußerlichen Veränderungen niemand leicht aus seiner Rolle kommt. Was das Mädchen erlebt, liegt oft außerhalb seines Fassungsvermögens, die kunstvolle Schmucklosigkeit, mit der die Autorin erzählt, gibt der Geschichte ihre ungeheure Kraft.

Luise Maier, geb. 1991 in Schardenberg (Österreich), wuchs in Vilshofen auf und lebt heute in Biel. Sie hat am Schweizerischen Literaturinstitut Biel/Bienne studiert und war Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2015. »Dass wir uns haben« ist ihr Debüt.

Mittwoch, 5. Jui
ab 09.30 Uhr - Musil-Haus
TUTORIEN
(nicht öffentlich zugänglich)

Ab 14.00 Uhr - Musil-Museum
LESUNGEN DER STIPENDIATINNEN
Moderation: Heimo Strempfl

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41. TAGE DER DEUTSCHSPRACHIGEN LITERATUR

Die 41."Tage der deutschsprachigen Literatur" gehen heuer von 5. Juni bis 9. Juli 2017 über die Bühne. Das Land Kärnten, die BKS-Bank und die KELAG unterstützen das Wettlesen, Deutschlandfunk ist zum ersten Mal mit dabei.

Franzobel, der Bachmann-Preisträger des Jahres 1995 hält am Eröffnungsabend die Klagenfurter Rede zur Literatur. Sie trägt den Titel: „Das süße Glück der Hirngerichteten“. Franzobel ist seit 1989 freier Schriftsteller. Veröffentlichte zahlreiche Prosabände und Theaterstücke.

Autorinnen und Autoren:

Jörg-Uwe Albig D, Verena Dürr A, Daniel Goetsch CH/F, Urs Mannhart CH, Barbi Markovic SRB, Gianna Molinari CH, Eckhart Nickel D, Maxi Obexer I, Karin Peschka A, Ferdinand Schmalz A, Noemi Schneider D, Jackie Thomae D, Björn Treber A und John Wray USA/A.

Umfassend mitverfolgen kann man den Bachmann-Preis nicht nur auf 3sat, Ö1 und Radio Kärnten, sondern auch wieder im Internet unter:
http://bachmannpreis.orf.at

Die Preisverleihung wird am Sonntag, dem 9. Juli, um 11,00 Uhr live auf 3sat übertragen. Als Moderator ist diesmal wieder Christian Ankowitsch im ORF-Theater tätig. Unterstützt wird er dabei von Zita Bereuter.

Neben dem Hauptpreis haben die 14 Nominierten auch die Chance auf neuen Deutschlandfunk-Preis, gestiftet von Deutschlandradio in der Höhe von 12.500 Euro, auf den mit 10.000 Euro dotierten kelag-Preis, den 3sat-Preis (7.500 Euro) und den BKS Bank-Publikumspreis in der Höhe von 7.000 Euro.

Die Publikumswahl erfolgt ausschließlich über das Internet. Stimmabgabe: Samstag, 8. Juli, 15.00 bis 20.00 Uhr.

Jury
Hubert Winkels - Juryvorsitzender (Köln/Berlin), Meike Feßmann (Berlin), Stefan Gmünder (Wien), Klaus Kastberger (Graz), Sandra Kegel (Frankfurt am Main), Hildegard Elisabeth Keller (Bloomington/Zürich), Michael Wiederstein (Zürich).
Moderation: Christian Ankowitsch (Wien).

http://bachmannpreis.orf.at

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Mittwoch, 5. Juli, 20.30 Uhr
ERÖFFNUNG
18. Klagenfurter Rede zur Literatur: Franzobel
Auslosung der Lesereihenfolge
Musik: Susanna Ridler & Wolfgang Puschnig: Spielen Kompositionen mit Texten aus dem Nachlass von Gert Jonke.

Ingeborg Bachmann-Preis live auf 3sat

Donnerstag, 6. Juli, 10.00 bis 15.30 Uhr
LESUNGEN und Diskussionen

Freitag, 7. Juli, 10.00 bis 15.30 Uhr
LESUNGEN und Diskussionen

Samstag, 8. Juli, 10.00 bis 14.00 Uhr
LESUNGEN und Diskussionen

Sonntag, 9. Juli, 11.00 Uhr
PREISVERLEIHUNG

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REDEN UEBER INGEBORG BACHMANN

Freitag, 7.Juli 2016 19.30 Uhr
Musil-Haus

Ingeborg Bachmann – Salzburger Ausgabe Male oscuro und Das Buch Goldmann. Mit Heinz Bachmann und den Herausgebern Irene Fußl und Hans Höller.

Die Salzburger Bachmann Edition ist die erste Gesamtausgabe der Prosa, Gedichte und Essays, der Hörspiele, Libretti sowie der Korrespondenz Ingeborg Bachmanns.

Eine Veranstaltung des Robert Musil-Instituts der Universität Klagenfurt und der Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt.

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RAHMENPROGRAMM im LENDHAFEN

Die lend|hauer präsentieren:
DER BACHMANN-PREIS IM LENDHAFEN
Literatur im öffentlichen Raum: Do. 6. Sa. 8. Juli 2017
www.lendhafen.at

BACHMANN-PREIS PUBLIC VIEWING
Alle Lesungen und Diskussionen live auf 3sat sehen
Do. 6. Juli und Fr. 7. Juli: 10.00 bis 15.30 Uhr
Sa. 8. Juli: 10.00 bis 14.00 Uhr

Der malerische Lendhafen ist der Ort für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum in Klagenfurt. Nur wenige Schritte vom ORF-Theater entfernt, bietet er, während den 39. Tagen der deutschsprachigen Literatur auch heuer wieder die Möglichkeit die Lesungen und
Jury-Diskussionen unter freiem Himmel, via 3sat live zu erleben und dabei ganz entspannt Kaffee zu trinken. Am Abend lockt dann das bewährt entspannte Abendprogramm mit DJane Commander Venus, Tex Rubinowitz, Maik Novotny und vielem mehr.

LITERATURDJING MIT DJANE COMMANDER VENUS
Donnerstag, 6. Juli ab 19.00 Uhr

DJane Commander Venus legt Musik mit Literaturbezug auf und sorgt so für entspannte Sommerabende im Lendhafen nach dem stressigen Lesetag beim Bachmannpreis.

a.c.m.e. radiolab
Freitag, 7. Juli ab 19.00 Uhr
a.c.m.e. -radiolab: die bachmannedition Live-Radioshow mit viel Musik und Gästen. Seit drei Jahren ist es regelmäßig im Radio zu hören und nun bereits das zweite Jahr im Rahmenprogramm des Bachmann-Preises live mitzuerleben.

DJ THOMAS MEINECKE

Erstklassige Tanzstimmung im Lendhafen! Autor, Musiker und DJ Thomas Meinecke kommt nach 20 Jahren wieder zum Bachmann-Preis. Während er 1997 einen Text im Gepäck hatte, bringt er bei seinem diesjährigen Besuch seine Plattensammlung mit und legt ab 21.00 Uhr explizite House Music aus dem sexuell anders denkenden Underground zum Tanzen auf.
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Seit Juli 2012 hat Klagenfurt ein Netzkulturprojekt, dessen Idee mittlerweile auch in Graz, Salzburg, Villach und Weimar aufgegriffen wurde. Es handelt sich um das Projekt Ingeborg oder kurz pingeb.org.

http://pingeb.org




Veranstaltungstermine im MUSIL-HAUS > Juni 2017


01.06.2017
NNBeginn: 19:30 Uhr
Antonio Fian & Kollegium Kalksburg
Veranstaltungsort: Theater Halle 11
http://klagenfurterensemble.at/spielplan/
Veranstalter: Robert-Musil-Institut & klagenfurter ensemble
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07. 06. 2017
Beginn:20.00 Uhr
Premiere: Antonio Fian: „Owe den Boch“
Veranstaltungsort: Theater Halle 11
http://klagenfurterensemble.at/spielplan/
Veranstalter: klagenfurter ensemble
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07. 06.
Beginn: 19:30 Uhr
Buchpräsentation: Hubert M. Moran
Veranstalter: Hermagoras Verlag
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09. 06. 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Lesung: Alois Hotschnig: In Sichtweite
Vorabend zu Gedenkveranstaltung am Loiblpass
Musikalische Begleitung: Edgar Unterkirchner (Saxophon)
Einführung in das Thema: Peter Gstettner (Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška)
Veranstalter: Robert-Musil-Institut in Kooperation mit dem Mauthausen Komitee Kärnten

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13. 06. 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Buchpräsentation: Florjan Lipuš: „Der Zögling Tjaž“
Veranstalter: Robert-Musil-Institut

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19. 06. 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Buchpräsentation: "Im Rausch des Schreibens. Von Musil bis Bachmann". Katharina Manojlovic, Kerstin Putz (Hrsg.), Zsolnay, 2017.
Veranstalter: Robert-Musil-Literatur-Museum

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19.06. 2017
Beginn: 19:00 Uhr
Lesung Cvetka Lipuš: „Was wir sind, wenn wir sind“. Aus dem Slowenischen übersetzt von Klaus Detlef Olof. DRAVA, 2017. Beginn: 19:00 Uhr
Veranstalter: DRAVA Verlag

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22. 06. 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Arno Rußegger: Peter Turrini Ruth Rieser: Peter Turrini. Rückkehr an meinen Ausgangspunkt, Dokumentarfilm
Veranstalter: Robert-Musil-Institut

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27. 06.
Beginn: 19:30 Uhr
Buchpräsentation: Wihelm Kuehs: Dianas Liste (Tyrolia)
Veranstalter: Tyrolia Verlag in Kooperation mit dem Robert-Musil-Literatur-Museum
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29. 06. 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Anja Golob, Esad Babacic. Zweisprachige lesung
Moderation: Dominik Srienc Veranstalter: Robert-Musil-Institut __________________________


Die Büchertische bei den Veranstaltungen im Musil Haus werden von der Kärntner Buchhandlung betreut. http://www.kbuch.at/





30.05.: TRADUKI: Lesung mit Goran Ferčec Musil Museum

Lesung im Robert-Musil-Literaturmuseum
Klagenfurt/Celovec

Dienstag, 30. Mai 2017 - Beginn: 19.30 Uhr

Goran Ferčec Hier sind keine Wunder zu erwarten

Begrüßungsworte: Mag. Karin Cervenka,BMEIA (Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres)

Moderation und Lesung der deutschen Übersetzungen: Annemarie Türk
Übersetzung: Mascha Dabic

Goran Ferčec, geboren 1978 in Koprivnica (Kroatien), studierte an der Akademie für Dramatische Kunst in Zagreb und arbeitet als Schriftsteller, Dramatiker und Theatermacher. Er ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Frakcija für darstellende Künste und Mitbegründer der Initiative Dramaturški kolektiv, die sich für neue Texte und junge Dramatiker einsetzt. Goran Ferčec schreibt Texte für Theaterstrücke und Hörspiele, theoretische Artikel und Essays für verschiedene Zeitschriften.

Mit seinem Text Pismo Heineru M./Brief an Heiner M. gewann er 2007 den österreichischen Dramenwettbewerb "Über Grenzen sprechen". 2011 erschien sein erster Roman Ovdje neće biti čuda/Hier sind keine Wunder zu erwarten, der für die wichtigsten Literaturpreise in Kroatien nominiert und ins Mazedonische übersetzt wurde. 2015 folgte sein Essayband Priručnik za jučer/Handbuch für gestern. Für seine Theaterarbeit erhielt Goran Ferčec zahlreiche Auszeichnungen. 2017 wird nicht nur sein neues Stück "Arbeitsschlachten" in Zagreb Premiere haben, sondern auch die Dramentrilogie gleichen Titels im Verlag Fraktura in Zagreb erscheinen. Im Mai ist Goran Ferčec Gast des Writer-in-Residence-Programms des BMEIA im Museumsquartier Wien.

Im Musil-Literaturmuseum wird sowohl der Roman "Hier sind keine Wunder zu erwarten" vorgestellt wie auch aus seinem neuen Text "Arbeitsschlachten" gelesen.

Dieser Literaturabend findet im Rahmen des Schwerpunktjahres Kroatien des BMEIA (Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres) und in Zusammenarbeit mit dem europäischen Netzwerk TRADUKI statt.




Der west-östliche Artmann

Donnerstag 18. Mai | 19.30

"Der west-östliche Artmann"

Haiku, Persische Quatraine und Gedichta aus Bradnsee

Chiao-Hua Chang / Erhu

Roozbeh Nafisi / Santur

Gunda König / Rezitation

Zur Hommage an H. C. Artmann, der 2016 seinen 95er gefeiert hätte, lädt Gunda König und wählte dafür den Titel Der west-östliche Artmann. Ein Programm, in dem sie Haiku, persische Quatrainen und Artmanns populäre »schwarze« Gedichte aus »Bradnsee« mit Musik auf authentischen Instrumenten kombiniert. Sie selbst rezitiert, Chiao-Hua Chang spielt Erhu, eine chinesische Röhrenspießlaute, die seit der Song- und Tang-Dynastie populär ist, und Roozbeh Nafisi spielt Santur, ein Instrument des persisch-arabischen und indischen Kulturraumes. KHR

Die Veranstaltung findet im Robert-Musil-Literatur-Museum statt und wird vom Museum gemeinsam mit dem Robert-Musil-Institut für Literaturforschung durchgeführt.



GEOMETRIE DER SEELE: Uraufführung & Premiere (Literaturfest Salzburg)

GEOMETRIE der SEELE

SUSANNA RIDLER | Komposition, Stimme, Loops, Elektronik
PETER HERBERT | Kontrabass
WOLFGANG PUSCHNIG | Altsaxophon, Flöte

Susanna Ridler, die sich seit 2014, inspiriert durch einen Kompositionsauftrag für den Carinthischen Sommer, kontinuierlich mit dem literarischen Werk Gert Jonkes auseinandergesetzt hat, erhielt von der Gert-Jonke Gesellschaft die aussergewöhnliche Möglichkeit, unveröffentlichte Texte Jonkes als Inspirationsquelle heranzuziehen.

Gert Jonke-Gesellschaft: „Ridlers performativer Stil bzw. ihre Herangehensweise an die Vertonung und Interpretation von Texten scheinen uns geradezu ideal, um der hohen Musikalität in Jonkes Sprachkompositionen einerseits und seinen phantastischen Erfindungen über das Phänomen Zeit und Musik andererseits gerecht zu werden.“

So entstand das Kammermusikwerk "Chlorophyllklangpulverstaub oder: Die Erforschung des botanischen Tongewebes", das im Dezember 2016 vom Ensemble XX. Jahrhundert unter der Leitung des Dirigenten Peter Burwik uraufgeführt wurde.

GEOMETRIE DER SEELE ist Ridlers zweite große Arbeit über unveröffentlichte Texte des bedeutenden Literaten Gert Jonke.

Weitere Konzerte für 2017/18 und eine CD sind in Planung.

Mehr Infos auf www.susannaridler.com

18. Mai 2017 im JAZZIT Salzburg, Beginn 19:30 Uhr

www.literaturfest-salzburg.at


Die Werke und Briefe Ingeborg Bachmanns (Salzburger Edition)

EINLADUNG zur Präsentation und zum Gespräch „Salzburger Bachmann Edition“

Montag, 22. Mai 2017, 19.00 Uhr
Literaturarchiv Salzburg, Kapitelgasse 5-7 (2. Stock), 5020 Salzburg

Die Universität Salzburg und das Literaturarchiv Salzburg laden herzlich zur Präsentation der „Salzburger Bachmann Edition“ (Suhrkamp/Piper) ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen „Male oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit“ (hrsg. von Isolde Schiffermüller und Gabriella Pelloni) sowie „Das Buch Goldmann“ (hrsg. von Marie Luise Wandruszka).

Nach der Eröffnung des Abends durch Rektor Heinrich Schmidinger werden die Gesamtherausgeber Hans Höller und Irene Fußl über die Ausgabe sprechen. Vorgestellt werden die ersten beiden Bände durch die Bandherausgeberinnen Isolde Schiffermüller, Gabriella Pelloni und Marie Luise Wandruszka. Als besonderer Gast wird Heinz Bachmann, Bruder Ingeborg Bachmanns, erwartet, der mit Manfred Mittermayer, Leiter des Literaturarchivs Salzburg, über seine Erinnerungen an Ingeborg Bachmann erzählen wird.

Die mit den vorgestellten Bänden eingeleitete und gegen dreißig Bände umfassende Edition ist die erste Gesamtausgabe der Prosa, Gedichte und Essays, Hörspiele, Libretti sowie Korrespondenz Ingeborg Bachmanns. Sie präsentiert die bereits erschienenen Werke in kommentierten Ausgaben und macht darüber hinaus unbekannte nachgelassene Texte zugänglich. Ein besonderer Stellenwert kommt in der neuen Edition den Briefwechseln Ingeborg Bachmanns zu. Sie sind beeindruckende Dokumente einer zu Ende gehenden Briefkultur und bilden zugleich eine Grundlage der neuen Werkkommentierung.

Die Erarbeitung der Gesamtausgabe wird vom Literaturarchiv Salzburg, einem Forschungszentrum von Universität, Land und Stadt Salzburg, getragen. Für Inhalt und Form der Edition sind Hans Höller und Irene Fußl als Gesamtherausgeber verantwortlich.


Werkausgabe - DAS BUCH GOLDMANN

Ingeborg Bachmann nannte ihr großes Erzählvorhaben, an dem sie bis zuletzt festhielt, »Das Buch Goldmann«. Es erscheint nun in einer Edition, die das fragmentarisch überlieferte Werk als Projekt eines rettenden Erzählens sichtbar macht. Es wird möglich dank einer ungewöhnlichen Synthese von Tragik und weltoffener Komödie, die keine Opfer mehr nötig hat.

D: ca. 32,00 €, A: ca. 32,90 €, CH: ca. 42,90 sFr

Geplanter Erscheinungstermin: 06.02.2017
Gebunden, 352 Seiten
ISBN: 978-3-518-42601-2


Werkausgabe - MALE OSCURO.

Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit. Traumnotate, Briefe, Brief- und Redeentwürfe Bachmanns Traumnotate, Briefentwürfe und Aufzeichnungen aus der Zeit ihrer Krankheit sind als Grundelemente der späten »Todesarten«-Texte von großem literarischem Interesse. Darüber hinaus sind diese Schriften dazu angetan, unser Wissen über ihre Krankheit, und über das Phänomen der Krankheit überhaupt, zu erweitern. Sie sind anstößig, mutig in ihrem analytischen Ansatz, geschlagen mit dem Wissen um das Unheilbare – und zugleich erfüllt von dem leidenschaftlichen Wunsch, aus der Krankheit herauszukommen und Heilung zu finden.

D: 34,00 € , A: 35,00 €, CH: 45,90 sFr

Geplanter Erscheinungstermin: 21.02.2017
Gebunden, 259 Seiten
ISBN: 978-3-518-42602-9

Suhrkamp: http://www.suhrkamp.de/ingeborg_bachmann_werkausgabe_1375.html

Piper: https://www.piper.de/aktuelles/themenspecial/ingeborg-bachmann-gedichte-erzaehlungen-werke



Galerie am Kopfbahnhof (Pörtschach)

Die Galerie am Kopfbahnhof in Pörtschach

zeigt die Ausstellung „K O P F L A S T I G“

Mit Arbeiten von

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
Brandy Brandstätter
Hannes Neuhold
Isabel Belherdis
Jörg Pagger
Eva Silberknoll

Sowie von Aleksandra Andrejewna (ab Juli)

Bahnhof Pörtschach Bahnhofplatz 1, 9210 Pörtschach am Wörthersee
Bis 26. August 2017
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 10:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung
Kontakt: Elisabeth Plank, Mob: +43 664 154 93 88 M: office@planksps.com

Die Ausstellung findet im Rahmen des Kulturprojekts KOPF HEAD GLAVA des Kunstvereins Kärnten statt.



Literatour.at: Annette Hug (Musil Museum)

Zeit: Dienstag, 18. April 2017, 19.30 Uhr
Ort: MUSIL-HAUS, Klagenfurt

Veranstalter: Katholischer Akademikerverband und das Musil Museum

Annette HUG: Wilhelm Tell in Manila (Verlag Das Wunderhorn).

Als junger Augenarzt und Romancier kommt José Rizal 1886 nach Deutschland. Noch ist nicht abzusehen, dass er einmal Nationalheld der Philippinen werden wird. Der Archipel am Rand des Pazifiks ist eine Kolonie des Spanischen Weltreichs. Die Kolonialherren erlauben Bildung nur in den eng gesteckten Grenzen jesuitischer Klosterschulen. Und nur die spanische Sprache gilt als Kultur.

Weil Rizal in Madrid mit liberalen Ideen hervorgetreten ist, warnt sein Bruder vor der Heimkehr nach Manila. Er empfiehlt die sichere Existenz in Deutschland. Aber er könne etwas für sein Volk tun: In Heidelberg und Leipzig übersetzt Rizal den »Wilhelm Tell« von Friedrich Schiller in seine Muttersprache Tagalog. Die Landschaft verschiebt sich: Auf einer tropischen Insel erheben sich die Alpen. Aus Protest gegen die Untaten Gesslers, gegen die Intriganz der katholischen Kirche werden diese Berge als Vulkane ausbrechen. Am Vierwaldstättermeer kämpfen eingeborene Bauern gegen fremde Vögte, gegen Arbeit in Knechtschaft. Rizals Aufenthalt in Deutschland wird zu einer Reise des Übersetzens. Die Fortbildung in Augenheilkunde an der Heidelberger Klinik, seine Begegnungen mit studentischen Burschenschaften oder Kneipenmädel, seine Gespräche mit Philologen in Berlin oder einem Pfarrer im Odenwald – all dies Neue und Fremde wird verglichen mit der Heimat. Worte müssen gefunden werden in Tagalog, oder Analogien gebildet, wenn die Sachen nicht von einem Ort an den anderen verpflanzt werden können. Übersetzen wird zu einer Arbeit der Hoffnung, dass der Aufstand gegen die Kolonialherren kommt, und zur Entdeckung der Angst, dass Gewalt jede Ordnung vernichtet. Der historische José Rizal kehrt heim. Der Aufstand findet statt. Rizal wird 1896 in Manila wegen Anstiftung zur Rebellion und zum Verrat verurteilt und hingerichtet. Der Roman verwebt Rizals Reisen, seine Begegnungen in Madrid, Paris, Heidelberg, Leipzig und seine Erinnerungen an die philippinische Heimat mit der Geschichte des Schweizer Freiheitshelden Tell, in der Version Schillers und in der Rizals. Dichtung und Dokument werden von Sprache zu Sprache flüssig, eine Flut.

Annette HUG
geboren 1970 in der Schweiz, hat in Zürich und Manila Geschichte und Women and Development Studies studiert. Nach Tätigkeiten als Dozentin und Gewerkschaftssekretärin lebt sie heute als freie Autorin in Zürich. Im Jahr 2000 war Annette Hug Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses. „Wilhelm Tell in Manila“ ist ihr dritter Roman. Die Autorin hat für dieses Buch den Schweizer Literaturpreis des Schweizer Bundesamtes für Kultur 2017 erhalten.



Anerkennungspreis für den Autor und UNKE-Herausgeber Josef K. Uhl

„Die Klagenfurter Literaturlandschaft wäre um vieles ärmer, gäbe es Josef K. Uhl nicht!“, stellte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz fest. Der Autor, unermüdliche Förderer junger Literatinnen und Literaten, Veranstalter hunderter Lesungen, Regionaldelegierte der Grazer AutorInnenvereinigung in Kärnten und Herausgeber der Literaturzeitschrift UNKE hat vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Als Anerkennung für sein riesiges kulturelles Engagement wurde Josef K. Uhl von Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz mit dem Anerkennungspreis der Landeshauptstadt Klagenfurt ausgezeichnet! Herzlichen Glückwunsch!

Uhl bereitet die nächste Ausgabe der Literaturzeitschrift UNKE vor. Die UNKE Nr. 18 soll im Herbst 2017 erscheinen. Die letzte Ausgabe wurde im Jahr 2004 publiziert. Die Zeitschrift erscheint seit dem Jahr 1971.

https://www.onb.ac.at/oe-literaturzeitschriften/Unke/Unke.htm




Gert Jonke-Preis 2017 für Paul Nizon

Kurz vor dem Welttag der Poesie (21.3.) wurde der von Stadt und Land in Kooperation mit der Jonke-Gesellschaft ausgeschriebene Gert Jonke-Preis 2017 verliehen. Ausgezeichnet wurde der in Paris lebende Schweizer Autor Paul Nizon.

Der Gert-Jonke-Preis, der dieses Jahr zum vierten Mal vergeben wird, geht an den aus der Schweiz stammenden Kunsthistoriker, Kunstkritiker und Schriftsteller Paul Nizon. Kulturreferentin Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz überreichte die Urkunde zu dem mit 15.000 Euro dotierten Preis gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Mag. Markus Malle (in Vertretung des Landeskulturreferenten) an den Preisträger.

Die hochkarätige Jury, bestehend aus Dr. Angelika Klammer (Lektorin, Wien), Prof. Dr. Alexandra Pontzen (Literaturwissenschaftlerin an der Universität Duisburg-Essen) und Norbert Wehr (Herausgeber der Zeitschrift Schreibheft, Köln), bezeichnet Paul Nizon als „Virtuosen der poetischen Selbsterforschung“. Seine Romane, Erzählungen und Journale sind bedeutende Werke der Gegenwart, sind Sprachkunst im besten Sinne des Wortes, so das Juryurteil. Nizons stete Suche nach neuen Ausdrucksformen führe zu einer großen Vielfalt formaler und sprachlicher Mittel. In Frankreich gelte er als der „zur Zeit größte Magier der deutschen Sprache“, schreibt die französische Zeitung „Le Monde“.

Paul Nizon wurde 1929 in Bern geboren, 1977 ging er nach Paris. Seit 1962 ist Nizon als freier Schriftsteller tätig. 1962 war er Gast der Gruppe 47 in Berlin. Dort lernte er Autoren wie Günter Grass, Martin Walser und Ingeborg Bachmann kennen und las aus seinem zweiten Buch Canto, das 1963 erschien. Er hatte verschiedene Gastdozenturen inne, etwa 1984 an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und 1987 an der Washington University in St. Louis.

Der mehrfach preisgekrönte Schriftsteller (darunter der Erich-Fried-Preis 1996, sowie der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur 2010) gehört seit 1971 dem Autorenverband Autorinnen und Autoren der Schweiz und seit 1980 dem Deutschschweizer P.E.N.-Zentrum an. Seit 2011 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Nizons Archiv befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.

Der Gert-Jonke-Preis ist ein Literaturpreis für Prosa, Dramatik und Lyrik in Erinnerung an den Klagenfurter Literaten Gert Jonke, der im Jahr 2009 starb. Der vom Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt gestiftete und mit 15.000 Euro dotierte Preis wird zweijährlich abwechselnd in den literarischen Hauptkategorien Prosa, Dramatik und Lyrik vergeben. Die Zusammensetzung der Jury wechselt entsprechend den Sparten. Die bisherigen Preisträger waren 2011 Alois Hotschnig (Prosa), 2013 Friederike Roth und Händl Klaus (Dramatik) und 2015 Julian Schutting (Lyrik).

Klagenfurt.at
http://www.klagenfurt.at/rathaus-direkt/medien-presse/stadtpresse-aussendungen/2017-1/maerz/gert-jonke-preis-fur-paul-nizon.html


Ausstellung und Uraufführung
CHLOROPHYLLKLANGPULVERSTAUB
oder Die Erforschung des botanischen Tongewebes

Im Auftrag der Gert-Jonke-Gesellschaft unternimmt die Vokalkünstlerin und Komponistin Susanna Ridler mit ihrer neuen Komposition eine wundersame Reise in Gert Jonkes Pflanzenkosmos.

Die Bildhauerin Silvia Bischof schafft mit ihren Objekten und Materialkombinationen den Raum für weitere Künstler, die sich auf das Werk des Dichters beziehen: Katharina Manojlovic - Franz Moro – Martin Polasek - Peter Pongratz - Nurith Wagner-Strauss - Gerd Wucherer Einführende Worte: Wilhelm Huber





"Wo wir uns begegneten!“. Podiumsgespräch mit Bertram Karl Steiner und Ghulam Mohsenzada

Zeit: Dienstag, 28. März 2017, Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Robert-Musil-Literatur-Museum, Bahnhfostr. 50, 9020 Klagenfurt

"In dieser Zeit muss die westliche Welt endlich den Anderen als eine andere Existenz akzeptieren und diesen Anderen wahrheitsgemäß kennen lernen, nicht so, wie die westliche Welt ihn haben möchte, sondern so, wie der Andere in Realität ist. Die westliche Welt muss dem Anderen den Raum geben, um sich in allen Facetten auszudrücken, anstatt ihn zu konsumieren", so der aus Jordanien stammende Komponist Saed Haddad.

Der Kulturjournalist und Autor Bertram Karl Steiner und der aus Afghanistan stammende Soziologe und Journalist Dr. Ghulam Mohsenzada, Obmann des Kulturverein AVESTA, beschreiben in einem Gespräch, den bis in die Antike zurückreichenden Dialog und Einflüsse zwischen den Kulturen. Sie fragen, warum dieser Dialog gerade am Beginn des 21. Jahrhunderts wieder so schwierig geworden ist und suchen nach Formen zukünftiger Begegnung in einer neuen Qualität.



KELAGerlesen: Stefanie Sargnagel: In der Zukunft sind wir alle tot (Musil Museum)

Profil.at › Kultur
Stefanie Sargnagel: Hintergründe eines Literaturskandals Von Wolfgang Paterno ( 20. 3. 2017 )

https://www.profil.at/kultur/stefanie-sargnagel-hintergruende-literaturskandal-8037538

Kurier.at
#babykatzengate: Sargnagels Reinwaschung von der Dummheit. Von Philipp Wilhelmer

https://kurier.at/kultur/babykatzengate-sargnagels-reinwaschung-von-der-dummheit/253.409.380

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Zeit: Dienstag, 07. März 2017, Beginn: 19.30 Uhr
Ort: MUSIL-HAUS, Kagenfurt

Stefanie Sargnagel: In der Zukunft sind wir alle tot. Mikrotext, 2016

http://www.mikrotext.de/books/stefanie-sargnagel-in-der-zukunft-sind-wir-alle-tot-printausgabe/

Veranstalter: Musil Museum in Kooperation mit der KELAG

„In der Zukunft sind wir alle tot“ Lässig, derb und immer sehr alltagsweise schreibt Stefanie Sargnagel seit vielen Jahren über das einfache Leben. Mittlerweile hat die Wiener Autorin und Künstlerin mit ihren Büchern, Artikeln und Posts Kult-Status erreicht. Ungeachtet dessen nimmt sie in ihrer Kritik an jeglichem rechten Gedankengut kein Blatt vor den Mund, ätzt gegen die FPÖ, gegen Patriarchate, steht aktiv für die Flüchtlingshilfe ein. Die Wiener Zeitung lobte, wie sie inklusive Fäkalhumor und Versagensexhibitionismus die aktuelle Leistungsgesellschaft konterkariere. „Mein Lebensstil erschließt sich halt aus einer Mischung aus Unfähigkeit, Unentschlossenheit, Gleichgültigkeit und Verweigerung, ich bin die personifizierte Wohlstandsverwahrlosung“, schrieb sie in einem Vice-Artikel.

„Hellsichtige Miniaturen.“ (Elisabeth Dietz, Bücher-Magazin)

„Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.“ (taz)

„Man könnte vielleicht sogar sagen, dass sie mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch Abfall für alle die erste deutschsprachige Autorin ist, die im Netz die Form für sich gefunden hat, die passt, die nicht nervt, die als Literatur funktioniert.“ (Süddeutsche Zeitung)


Stefanie SARGNAGEL

wurde 1986 in den „Slums von Wien“ geboren, studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Daniel Richter und arbeitete bis Anfang 2016 im Callcenter. Das Mädchen mit der roten Baskenmütze, das gerne ins Wirtshaus geht und Kette raucht, veröffentlichte ihr Debüt mit gesammelten Facebook-Statusmeldungen "Binge Living. Call-Center-Monologe" 2013 in der redelsteiner dahimène edition, einem unabhängigen Wiener Verlag. Ende 2015 erschien ihr zweites Buch "Fitness". "In der Zukunft sind wir alle tot" erschien dazwischen als E-Book und 2016 auch in erweiterter Form gedruckt. Sargnagel zeichnet Cartoons für den Falter, schreibt für die VICE und die Süddeutsche Zeitung und hat 2016 die Burschenschaft Hysteria mitgegründet. 2016 wurde sie zum Bachmannpreis eingeladen und gewann den Publikumspreis. Stefanie Sargnagel ist die Klagenfurter Stadtschreiberin des Jahres 2017.


>>> Stefanie Sprengnagel/Sargnagel @ FACEBOOK "Viele verstehen nicht richtig, was ich damit meine, dass ich jetzt Stadtschreiberin von Klagenfurt bin. Also erkläre ich es mal genauer: Ich bekomme von der Stadt Klagenfurt ein Dachzimmer in einem alten geschichtsträchtigen Turm. Von dort oben sehe ich den Klagenfurter Leuten beim tätig und tüchtig sein zu und wenn sich was heiteres zuträgt, stecke ich meine Feder in mein großes Tintenfass und schreibe es auf in ein altes, dickes Buch. Ich esse in allen Gaststuben umsonst und wenn ich über den Stadtplatz schreite, rufen mir alle zu "Da schau her, der Stadtschreiber. Der Stadtschreiber ist da!" Dann möchten sie meistens, dass ich ihnen allerlei schreibe, einen Geburtstagsreim für den lieben Großvater, eine theologische Überlegung fürs Pfarrblatt oder ein hübsches Gedicht über den Wörthersee. So lebe ich hier satt und zufrieden ein halbes Jahr im schönen Klagenfurt."




Klagenfurt: Altbürgemeister Leopold Guggenberger verstorben

Der Altbürgermeister von Klagenfurt, Leopold Guggenberger, ist im 99. Lebensjahr in der Nacht auf den 23. Februar 2017 verstorben. Mit seiner 25-jährigen Amtszeit von 1973 bis 1996 war Leopold Guggenberger (ÖVP) seit der ersten Wahl eines Klagenfurter Bürgermeisters im Jahre 1850 das am längsten regierende Stadtoberhaupt der Landeshauptstadt.

Mehr: http://kaernten.orf.at/news/stories/2827319/

In Guggenbergers Amtszeit - sowie in der des Kulturreferenten Siegbert Metelko (SPÖ) - entstand das Musil Haus in seiner jetzigen Form. Das 1867 errichtete Haus befindet sich im Besitz der Landeshauptstadt Klagenfurt. Es wurde von der Stadt Klagenfurt in den Jahren 1996 und 1997 zu einem modernen Zentrum für Literatur ausgebaut, um für das Robert-Musil-Literatur-Museum und für das Robert Musil-Institut der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt neue Räume zu adaptieren. Auch die IG Autorinnen und Autoren sowie die Grazer Autor/inn/enversammlung haben dort ihre Büros.



Zum Erscheinen der großen Ingeborg Bachmann Gesamtausgabe

Ingeborg Bachmann ist eine der größten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Im Juni 2016 wurde der Nachlass von Ingeborg Bachmann in das österreichische „Memory of the World“ - Kulturregister der österreichischen UNESCO - Kommission mit dem Ziel der Sicherung des dokumentarischen Erbes aufgenommen.

Das Erscheinen einer neuen – und wie ihre Geschwister und Nachlassverwalter Isolde Moser und Heinz Bachmann betonen – Gesamtausgabe in einer Zusammenarbeit von Suhrkamp und Piper Verlag stellt in vielerlei Hinsicht ein Novum dar. Suhrkamp erstellt die Werkausgabe unter der Redaktion von Raimund Fellinger, bei Piper erscheint die Ausgabe später als Paperback und E-Book. Die gegen dreißig Bände umfassende Edition ist die erste Gesamtausgabe der Prosa, Gedichte und Essays, der Hörspiele, Libretti sowie der Korrespondenz Ingeborg Bachmanns. Sie präsentiert die bereits erschienenen Werke in kommentierten Ausgaben und macht darüber hinaus unbekannte nachgelassene Texte zugänglich. Ein besonderer Stellenwert kommt in der neuen Edition den Briefwechseln Ingeborg Bachmanns zu. Sie sind beeindruckende Dokumente einer zu Ende gehenden Briefkultur und bilden zugleich eine der Grundlagen der neuen Werkkommentierung.

„Als wir damals nach Ingeborgs Tod den Nachlass der Österreichischen Nationalbibliothek mit einer 50-jährigen Sperre für alle Briefe und bestimmte Notizen schenkten, ging es uns vor allem Um Diskretion gegenüber den Briefschreibern. Dass Ingeborg sich die Veröffentlichung gewünscht hat, dafür gibt es Anzeichen in Briefen und Verträgen“, so Heinz Bachmann beim gestrigen Pressegespräch in Berlin.

Im März 2012 fanden nun erste Gespräche mit den Erben und dem Rektor der Universität Salzburg statt. Unmittelbar darauf erfolgte die Übergabe der Kopie des Nachlasses durch Heinz Bachmann an die Universität Salzburg: „Dieser Schritt war für uns von großer Wichtigkeit, da wir nicht mehr die Jüngsten sind, aber als Zeitzeugen vieler Ereignisse bei der Erstellung der Edition noch wesentlich mithelfen können.“ Im Oktober 2015 kam es zur Einigung zwischen den Verlagen und der Erbengemeinschaft Ingeborg Bachmanns.

Den Auftakt zur großen Gesamtausgabe bildet „Male oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit“ (hrsg. von Isolde Schiffermüller und Gabriella Pelloni), das am 25. Februar 2017 erscheinen wird, kurz darauf wird „Das Buch Goldmann“ (hrsg. von Marie Luise Wandruszka) folgen. Die Erarbeitung der Gesamtausgabe wird vom Literaturarchiv Salzburg, einem Forschungszentrum von Universität, Land und Stadt Salzburg, getragen. Für Inhalt und Form der Edition sind Hans Höller und Irene Fußl als Gesamtherausgeber verantwortlich.

Am 4. Oktober 2016 erschien als Ouvertüre zur Gesamtausgabe bereits Hans Höllers und Arturo Lacartis Buch „Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag. Die Geschichte von ‚Böhmen liegt am Meer‘“ (Piper Verlag). Ingeborg Bachmanns Werk, in dem sie mit einzigartiger Sprachgewalt und analytischer Schärfe den menschlichen und sozialen Folgen von Krieg und Vernichtung nachspürt, ist angesichts der wiederaufflammenden rechtspopulistischen und neofaschistischen Strömungen in ganz Europa aktueller denn je.

i.b - Literatur-Verein zur Förderung von Werk– und Kunstverständnis Ingeborg Bachmann, 23. Februar 2017




Literatour.at: Theodora Bauer: Das Fell der Tante Meri. Picus (Musil Museum)

Fotos von der Veranstaltung finden Sie auf der Website des Katholischen Akademikerverbandes: http://www.kath-kirche-kaernten.at/dioezese/newsdetail/C2737/literatour.at3

Fotos: Susanne Schlager


"Robert-Musil-Literaturmuseum, 7. Februar.

Zu Gast bei Literatour.at war diesmal Theodora Bauer, eine junge österreichische Autorin. Sie las Auszüge aus dem Essay „Così fanno i filosofi“ und ihrem Roman „Das Fell der Tante Meri“. Im Anschluss führte sie ein Gespräch mit Museumsleiter Dr. Heimo Strempfl. In dem es unter anderem auch darum ging, Parallelen zwischen dem Burgenland und Kärnten aufzuspüren. Gibt es doch ähnliche Voraussetzungen: Zwei Randregionen, mehrere Volkssprachen, Minderheiten. Aus aktuellem Anlass waren natürlich die Wahrnehmung und der Umgang mit den Volksgruppen ein Thema. Ein interessanter Abend, nicht nur aus literarischer Sicht.

Das Fell der Tante Meri

In drei Erzählsträngen, die zwischen den letzten Kriegsjahren und den achtziger Jahren angesiedelt sind, entwickelt Theodora Bauer ihr eindrucksvolles Debüt. Sie versteht es, Leben in Geschichte und Geschichte in Persönliches zu bringen – und vor allem, eine atemlose Spannung im Leser aufzubauen.

Theodora BAUER
geboren 1990 in Wien, lebt im Burgenland, studiert Publizistik und Philosophie in Wien. Publikationen in Anthologien sowie im Radio. Die Autorin debütierte mit dem Roman »Das Fell der Tante Meri«. Stipendiatin des 20. Klagenfurter Literaturkurses 2016. „Così fanno i filosofi“. Essay, erschienen in der Reihe Limbus Preziosen. Innsbruck: Limbus Verlag. 2016. Stipendiatin des 20. Klagenfurter Literaturkurses 2016." www.theodorabauer.at

Susanne Schlager



Auszeichnungen Wortspiele-Publikumspreis 2014
Shortlist Literaturpreis Alpha 2014
Manuskripte Förderpreis 2014
achensee.literatour Stipendium 2015


Schweizer Literaturpreise vergeben

Das Schweizer Bundesamt für Kultur wird am 16. Februar in Bern an sieben Autoren die Schweizer Literaturpreise verleihen. Sie erhalten je 25.000 Franken (23.300 Euro) und individuelle Fördermaßnahmen. Eines der literarischen Werke kommt aus dem deutschen Verlag Das Wunderhorn: Annette Hugs Roman "Wilhelm Tell in Manila".

Die weiteren ausgezeichneten Titel der Literaturpreise: «Inventaire des lieux» von Laurence Boissier, «Dr Chlaueputzer trinkt nume Orangschina» von Ernst Burren, «Louis Soutter, Probablement» von Michel Layaz, «Flusspferd im Frauenbad» von Jens Nielsen sowie «Allegra» von Philippe Rahmy.

Dieter Zwicky hat mit einem Teil seines Manuskripts, das nun als kompletter Roman unter dem Titel «Hihi – Mein argentinischer Vater» erschienen ist, im vergangenen Juli bereits am Bachmann-Wettlesen in Klagefurt teilgenommen. Er erhielt gute Kritiken und gewann am Ende den Kelag-Preis.

Die Preisträger erhalten einen Betrag von je 25 000 Franken und kommen in den Genuss von spezifischen Förderungsmaßnahmen, die ihre Werke auf nationaler Ebene bekannt machen sollen. Zusätzlich werden öffentliche Lesungen in der ganzen Schweiz veranstaltet, um den Bekanntheitsgrad der Werke auch jenseits der Sprachgrenzen zu steigern.

Das Programm der Lesungen ist ab dem 20. Januar auf www.literaturpreise.ch verfügbar. Die Preisverleihung findet am 16. Februar 2017 mit Bundesrat Alain Berset in der Nationalbibliothek in Bern statt. An diesem Anlass wird auch der Schweizer Grand Prix Literatur und der Spezialpreis Vermittlung verliehen. Diese mit je 40.000 Franken dotierten Auszeichnungen werden auf Empfehlung der Jury vergeben und würdigen Gesamtwerke.

https://www.boersenblatt.net/artikel-schweizer_literaturpreise_vergeben.1270821.html




Das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt kaufen den Vorlass von Josef Winkler

Kaernten.ORF.at

Land kauft Werke von Josef Winkler

Das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt kaufen den Vorlass des Kärntner Literaten und Schriftstellers Josef Winkler. Der Vorlass umfasst 44 Werke, von Notizbüchern bis zu Korrespondenzen. Die Kosten: 460.000 Euro.

http://kaernten.orf.at/news/stories/2814452/



50 Dinge, die ein Kärntner getan haben muss (STYRIAregional, 2016)

Buchpräsentation > Claudia Lux, Nicole Richter: 50 Dinge, die ein Kärntner getan haben muss. STYRIA regional

Sie glauben, Kärnten wie Ihre Westentasche zu kennen? Dann lassen Sie sich überraschen! Die „50 Dinge, die ein Kärntner getan haben muss“ führen auf eine neue Spurensuche durch dieses Land, das als Schnittpunkt und Schmelztiegel dreier Kulturen so viel zu bieten hat. Inspirierend und abenteuerlich, köstlich und kurios, sportlich und entspannt. 50 Expeditionen für alle Sinne, die einladen, den österreichischen Süden neu zu entdecken.

Ein Besuch im Musil Museum gehört dazu!

Mehr: http://www.styriabooks.at/article/6067




Musil Online

Auf MUSIL ONLINE werden die Userinnen und User ab dem Launch am 8. November 2016 Zugang zu Musils Texten finden. Das Portal enthält, vorerst für den Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“, den Nachweis der Entstehungs- und Überlieferungsvarianten. Zu den Nachlassteilen des Romans folgen ab 2017 textgenetische Dossiers mit den Fassungen zu jedem Romankapitel sowie hypertextuelle Strukturen für die Navigation, Recherche und Datenbanken mit archivalischen und philologischen Informationen.

MUSIL ONLINE wird am Robert Musil-Institut in Klagenfurt entwickelt > http://musilonline.at/

Unter MUSILTEXT finden Sie unter dem Link Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" in der für die Gesamtausgabe bei Jung und Jung neu ins Leben gerufenen Form.

> http://www.jungundjung.at/content.php?id=2&b_id=248



Literaturzeitschrift UNKE: Die Nr. 18 soll im Jahr 2017 erscheinen

Herausgeber Josef K. Uhl bereitet die nächste Ausgabe der Literaturzeitschrift UNKE vor. Die UNKE Nr. 18 soll im Jahr 2017 erscheinen. Die letzte Ausgabe wurde im Jahr 2004 publiziert. Die Zeitschrift erscheint seit dem Jahr 1971.

"Trotz der mittlerweile gediegenen Aufmachung der Hefte ist die „Unke“ immer noch von einem anarchistischem Geist beseelt, der Lebendigkeit vor Perfektion stellt." (Webportal der Österreichischen Nationalbibliothek)

https://www.onb.ac.at/oe-literaturzeitschrift…/Unke/Unke.htm



Das Musil-Haus trauert um Fabjan Hafner – die Welt ist eine andere

Wie oft begegnet uns ein Mensch, in dem sich profundes Wissen mit der Fähigkeit verbindet, es großzügig, heiter und leicht mit uns zu teilen? Ein Mensch, der mit einer einzigartigen Mischung aus Engagement, Erfahrung und Eloquenz uns einnehmen und mitnehmen kann? Auch dahin, wo es komplex wird, etwa in die Literatur? Uns überraschen und begeistern?

Fabjan Hafner war ein solcher Mensch, er war uns allen ein Geschenk – und die Literatur war ihm eine Herzensangelegenheit.

Fabjan Hafner war ein Multitalent – Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer, Editor. Als Kärntner Slowene wechselte er virtuos zwischen Deutsch und Slowenisch, übersetzte zwischen beiden Literaturen, schrieb in beiden Sprachen – als Schriftsteller und als Wissenschaftler. Er förderte, übersetzte, schrieb über slowenischsprachige Autoren wie Gustav Januš, Florjan Lipuš und viele mehr. Er war – seit Langem – anerkannter Handke-Spezialist und Handke-Freund. Zuletzt arbeitete er über Christine Lavant, vor allem als Editor ihrer Gedichte, auch der zu ihren Lebzeiten unveröffentlichten.

Es sind dies nur wenige Beispiele. Denn Fabjan Hafner hat über 180 Publikationen vorgelegt. Und war mehrfach preisgekrönt: Petrarca-Übersetzer-Preis, Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik und Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung.

Fabjan Hafner war als Lehrender bei den Studierenden und KollegInnen der Alpen-Adria-Universität geschätzt und beliebt. Vor allem aber hat er, zu unser aller Freude, das Publikum des Musil-Instituts für sich eingenommen. Eine Veranstaltung mit Fabjan Hafner – immer ein wunderbares Erlebnis!

Nun hinterlässt er eine entsetzliche Lücke – nicht nur am Musil-Institut, wo er seit 1998 wirkte.

Wir hier am Musil-Institut sind bestürzt und unendlich traurig. Wir trauern mit seiner Familie und mit den vielen, vielen Menschen, die ihn schätzten und weiter schätzen werden.

Doch die Welt ist eine andere, so viel ärmere. Denn Fabjan Hafner ist nicht mehr.

Anke Bosse
Mit Edith Bernhofer, Walter Fanta, Elmar Lenhart und Angelika Rossak

Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Heimo Strempfl, Ulrike Delclos, Nadine Stelzl

Robert-Musil-Literatur-Museum

Zu Ehren Fabjan Hafners richtet das Musil-Institut am 8. Juni 2016 – es wäre sein 50. Geburtstag gewesen – eine Gedenkveranstaltung aus. Im Musil-Institut liegt vom 11. bis 19. Mai ein Kondolenzbuch aus (Klagenfurt, Bahnhofstr. 50, 1. Stock).



Kaernten.ORF.at: Das Musil Haus - Porträt eines Hauses

Kaernten.ORF.at Das Musilhaus - Porträt eines Hauses

Der Klagenfurter Literaturkurs und der „Translatio“, die Verleihung des Staatspreises für literarische Übersetzungen, finden - im Vorfeld der Tage der deutschsprachigen Literatur - im Musil Haus in Klagenfurt statt.

http://bachmannpreis.orf.at/stories/2718146/



Ö1 - Ambiente * Reisen mit Ö1 >Ingeborg Bachmann in Klagenfurt - von Christina Höfferer

Ö1 - Ambiente * Reisen mit Ö1. Sonntag, 21. Juni 2015
Beginn: 10:05

Reisemagazin, u.a. mit:

- Ingeborg Bachmann in Klagenfurt - Eine Spurensuche von Christina Höfferer
- Sturmflut und Handelsgeschichte: Die holländische Provinz Zeeland. Von Ernst Weber
- Die großen Unbekannten Andalusiens: Jaén mit Úbeda und Baeza. Von Edgar Schütz.

Redaktion: Ursula Burkert

- Jeden Juni huldigt man in Klagenfurt dem geschriebenen Wort auf hohem sprachlichem Niveau, das ist jedenfalls Ingeborg Bachmann zu verdanken. Ihre Spuren in der Stadt ihrer Kindheit hat Christina Höfferer für "Ambiente" aufgezeichnet.

http://oe1.orf.at/artikel/407962



Bayerisches Fernsehen: Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Erstausstrahlung:
11.12.2014 / Bayerisches Fernsehen: 22:30 bis 23:15 Uhr LIDO: Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Der Film von Angelika Kellhammer zeichnet Bachmanns Lebensstationen nach. Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit einer Frau, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich, die aber, wie die Bachmann-Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos liebte und lebte und die den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz mit einer Alkohol- und Medikamentensucht bezahlte. Erstmals äußert sich auch der Bruder Heinz Bachmann vor der Kamera zu seiner Schwester, führt durch das Haus ihrer Kindheit in Klagenfurt, wo sich noch heute Ingeborg Bachmanns Habe aus ihrer Wohnung in Rom befindet.

Bayerisches Fernsehen - MEDIATHEK: LIDO: Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann: https://www.youtube.com/watch?v=Pcfqyzx6aMA





Stadttheater Klagenfurt

Der Talisman

Posse mit Gesang von Johann Nepomuk Nestroy Musik von Adolf Müller, neu arrangiert von Primus Sitter

Bis 30. Mai 2017

Nestroys „Der Talisman“ hat jedenfalls alles, was ein saftiger Theaterabend braucht! – Kleine Zeitung

Langer, verdienter Applaus für eine Nestroy-Inszenierung, wie man sie besser nicht machen kann. – Kronen Zeitung

(…) ein rund zweieinhalbstündiges Pointenfeuerwerk, das die Figuren als Karikaturen, die Dialoge als aberwitzigen Schlagabtausch in Szene setzt. – APA

Nestroys brillante Komödie wider das Vorurteil wendet sich scharfzüngig gegen Borniertheit und Opportunismus. Bühnenwirksame Situationskomik, bis ins Detail geschliffene Sprache und eine Fülle überaus plastischer, lebendiger Charaktere machten die Posse zu seinem größten Erfolg.

Burgschauspielerin Gertraud Jesserer lässt sich in der Rolle der Frau von Cypressenburg vom „rotkopfigen“ Titus Feuerfuchs, gespielt von Nicolai Despot, bezirzen. Claudia Kainberger spielt die ebenfalls rothaarige Salome Pockerl, bei der Titus schlussendlich sein Glück findet. Regisseurin Lore Stefanek kehrt nach der umjubelten Inszenierung von Geschichten aus dem Wiener Wald wieder an unser Haus zurück, die Bühnenmusik kommt vom Kärntner Jazz-Gitarristen Primus Sitter und dem berühmten Tubisten Jon Sass.

http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/produktionen/der-talisman/

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AUS DER WELT DER LITERATUR UND DER KÜNSTE

>>> Musil Museum